Die Soninke

 

Die Geschichte der Soninke reicht weit in die westafrikanische Vergangenheit zurück. Ihre Vorfahren waren keine Geringeren als die Herrscher des alten blühenden Reiches Ghana (3.-11. Jahrhundert n. Chr.).

 

Propheten des Islam

Die Soninke sind als überzeugte Muslime bekannt. Sie gehören zu den ersten Schwarzafrikanern, die den Islam annahmen - allerdings nicht freiwillig. Im Jahre 1076 wurde ihr damaliges Reich Ghana von fanatischen Muslimen aus Mauretanien erobert. Im Laufe der Zeit wurden sie zu den „Propheten des Islam in Westafrika“.

Selbst heute gehören einige der bedeutensten islamischen Gelehrten in Westafrika dem Volk der Soninke an. Trotzdem ist der Alltag dieses Volkes noch sehr stark von vorislamischen Glaubenselementen geprägt. Die Bedrohung durch Geister und geistliche Mächte nimmt jeder Soninke sehr ernst. So versucht er stets, sich und seine Familie ausreichend vor solchen Mächten zu schützen (z.B. durch Amulette). Dies beginnt schon bei der Namensgebung, acht Tage nach der Geburt, wenn über dem Kind nicht nur sein Name, sondern auch ein islamischer Heiliger als geistlicher Beschützer genannt wird.

 

Wohlstand durch harte Arbeit

Soninke, auch Sarakolle genannt, sind sesshafte Ackerbauern, die nur nebenbei der Viehzucht nachgehen. Auch der Handel ist für sie eine wichtige Erwerbsquelle.

Sie gelten als arbeitsame Leute. Nach der Erntezeit, wenn andere das Leben etwas gemütlicher nehmen, arbeiten sie weiter! Junge Soninke ziehen dann weg, um in den Nachbarländern Arbeit zu finden. Die Frauen beschäftigen sich zu Hause mit allerlei Heimarbeit - z. B. verarbeiten und färben sie Baumwolle. Das tiefblaue Indigo gilt als typische Soninke-Farbe.

Durch ihren Fleiß haben es die Soninke zu verhältnismäßigem Wohlstand gebracht - verglichen mit dem „Wohlstand“ der anderen Völker, mit denen sie den zunehmend zur Wüste werdenden Sahel teilen.

Die Einrichtung ihrer Häuser zeigt, wie erfinderisch sie sind. Für Gegenstände, die vor Mäusen und Ratten geschützt werden müssen, findet man in ihren Häusern ein besonderes, von der Decke hängendes Netz.

Das Siedlungsgebiet der Soninke erstreckt sich über drei Länder: Mali, Senegal und Mauretanien. Größere Kolonien findet man in den westafrikanischen Nachbarländern und in Frankreich - vor allem in Paris, aber auch in anderen industriellen Gegenden, wo sie z. B. in der Automobilindustrie tätig sind.

 

Schwierige Anfänge

Bis heute gibt es unter diesem Millionenvolk keine christliche Gemeinde - die Missionsarbeit hat erst Mitte der 80er Jahre begonnen. Neben der MRM arbeiten derzeit sieben weitere Missionen unter den Soninke. In regelmäßigen Abständen trifft man sich, um die Arbeit zu koordinieren.

Die Sprache ist provisorisch erfaßt. Erste Bibelteile sind übersetzt. Jährlich erscheint ein christlicher Kalender. Der Jesus-Film ist bereits synchronisiert.

Es gibt nur vereinzelt Soninke-Christen. Sie haben keinen leichten Stand. Die meisten von ihnen kamen im Ausland (vor allem in Frankreich) zum Glauben.

 

Länder in denen die Soninke als Gastarbeiter tätig sind:

  • Gabun
  • Guinea
  • Elfenbeinküste
  • Kongo
  • Frankreich
  • USA

 

Gebetsanliegen

 

Gebet um Aufbruch unter den Soninke

  • Dass dort, wo der Jesus-Film gezeigt und das Evangelium verkündigt wurde, Menschen tief ins Fragen kommen und Jesus Christus persönlich kennen lernen wollen.
  • Dass nicht nur Einzelne, sondern ganze Familien sich entscheiden, Jesus Christus zu folgen, und dass Gemeinden entstehen.

Gebet für die Soninke, die Jesus nachfolgen

  • Dass sie in der Frage, wie sie in einer vom Islam geprägten Kultur in Treue zu Gottes Wort leben sollen, die richtigen Entscheidungen treffen.
  • Dass ihr Leben ein Zeugnis für ihre Familien und ihre Umgebung ist und andere durch sie Jesus kennen lernen.
  • Dass Gott sie in Verfolgung stärkt und beschützt.

Gebet für die Bibelübersetzung

  • Dass die Bibelübersetzung zügig vorankommt.
  • Mehr Mitarbeiter
  • Verbreitung der übersetzten Bibelteile

(nach oben)